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KA-Land-Konvent: Kandidierenden stellen sich

Montag, 8.Februar 2016 von

Allgemein, Karlsruhe-Land

 

konvent

Aus dem ganzen Kreis Karlsruhe-Land trafen sich am 07. Februar Jusos in Pfinztal um sich auf die Landtagswahlen vorzubereiten. In zwei getrennten Workshops arbeiteten die anwesenden Jusos zunächst einerseits aus, mit welchen Themen man junge Menschen im Wahlkampf ansprechen kann, anderseits mit welchen Veranstaltungen man auf die Schwerpunkte der SPD aufmerksam machen kann.

Nach einer kurzen Mittagspause folgte dann der eigentliche Höhepunkt des Konvents: Die SPD-Kandidierenden der Wahlkreise Bruchsal, Bretten und Ettlingen, das heißt Markus Rupp, Anton Schaaf und Anneke Graner, stellten sich den Fragen der Anwesenden. Auch im Internet konnte die Debatte über Livestream verfolgt und weitere Fragen gestellt werden.

Viele Fragen betrafen dabei die Bildungspolitik, insbesondere die Gemeinschaftsschule. Zu der Kritik an dem Konzept erwiderte Anneke Graner, die Gemeinschaftsschule sei für die Schülerinnen und Schülern eingeführt worden, nicht einfach nur aus Prinzip. Wichtig sei es Kindern und Jugendlichen längeres gemeinsames Lernen zu ermöglichen, was so nur durch die Gemeinschaftsschule möglich sei. Ebenfalls wurde über das achtjährige Gymnasium gesprochen. Die Wahlmöglichkeit zwischen G8 und G9 soll dabei im Moment erhalten bleiben, um nicht zu viele Bildungsreformen auf einmal durchzuführen. Allerdings: „Schüler leben nur noch für die Schule. Das finde ich falsch“, bewertete Anton Schaaf den achtjährigen Zug. Einige waren sich die Kandidierenden auch in Sachen Alkoholverkaufsverbot ab 22 Uhr. Dieses solle aufgehoben werden, wie es mittlerweile auch schon der SPD-Parteitag beschlossen hat.

Leichte Unterschiede gab es hingegen beim Thema Kindertagesstätte. Während Graner und Schaaf sich vor allem für eine nach Einkommen gestaffelte Gebühr einsetzten, machte sich Markus Rupp für ein gebührenfreies Modell stark. Nach der Abschaffung der Studiengebühren sei die gebührenfrei Kita der nächste Schritt, um die kostenfreie Bildung von der Wiege bis zum Studium zu ermöglichen, so Rupp. Als Aufgabe für die kommenden Jahre sahen alle drei Kandidierenden vor allem den sozialen Wohnungsbau. Sozialer Wohnraum sei bisher schon knapp bemessen gewesen und müsse nun auch dringend angesichts der steigenden Anzahl an Flüchtlingen geschaffen werden. Die so entstehenden Wohnungen sollen dabei aber nicht nur Flüchtlingen offen stehen: „Wir müssen den Menschen, das ist eine soziale Aufgabe, bezahlbaren Wohnraum schaffen“, betonte Rupp.

Auch am 17. Februar werden alle drei SPD-Kandidierenden wieder zusammen sich den Fragen interessierter Bürgerinnen und Bürger stellen. Dieses Mal in der Festhalle Stutensee, ab 19 Uhr, wo sie gemeinsam mit Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens zu Gast sein werden.

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